6. Dezember 2016
von Dr. Barbara Niedner
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„Survival of the fittest“ als Kultur im Unternehmen

Ohne-Plan-agil-sein… wird gerne benutzt, um zu verdeutlichen, dass nur der Stärkste im harten Kampf gewinnt. Nur die harten kommen in den Garten, also nur die abgehärteten und widerstandsfähigen Typen überleben im Unternehmen und werden befördert. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem freien Markt, so nach dem Motto: Da müssen Sie durch.

Moment mal!

„Survival of the fittest“ bedeutet das Überleben der am besten angepassten Individuen an die jeweilige Umwelt. In Kindergarten Studien haben wir im Institut beobachtet, dass in einer Rambo-Kultur wirklich der Stärkste unter Einsatz von körperlicher Gewalt führt. Und alle anderen ducken und folgen. Gibt es aber einen klaren Rahmen, was fair und erlaubt ist, entstehen Spielführer Kulturen, wo Kinder mit natürlicher Autorität die Gruppe anführen und die Rambo´s im Schach halten.

Vorsicht:

Von Natur aus ist der Mensch ein Säugetier und ein soziales Wesen. Unternehmen die sich agil an verändernde Umweltbedingen anpassen wollen, tun gut dran, nicht nur die Ideen der „Stärksten“ zu verfolgen. Je höher der Wettbewerbsdruck ist, desto mehr Vielfalt an Ideen brauchen wir, um auf eine ungewisse Zukunft reagieren zu können. Je mehr Optionen sie haben, desto höher die Chance einen Volltreffer zu erlangen.

Ein Unternehmen mit einer Spielführer-Kultur mit natürlicher Autorität, in der Vielfalt wertgeschätzt wird, erhöht seine Überlebensfähigkeit für eine ungewisse Zukunft deutlich!

Natürliche Autorität – Alpha-Code für mehr Einfluss

20. Juni 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Tag der Deutschen Industrie 2017

Zwei spannende Tage beim Tag der Deutschen Industrie im Konzerthaus in Berlin erlebt. Gute Gespräche, Panels und Frau Merkel hat beeindruckt.

#TDI17 #BDI #Deloitte #Handelsblatt und Leader.In Event

#TDI17 BDI Tag der Deutschen Industrie

 

2. Juni 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Unsichtbare Gefahren werden unterschätzt: Absaugen von geistigen Eigentum im Unternehmen

Alphas im Unternehmen habe große Angst vor Diebstahl: Kundendaten, Know-how zu Produkten oder besonderen Verfahren oder geistiges Eigentum.

Eins ist klar: Je mehr digitalisiert wird, desto leichter wird es sein, diese Daten unsichtbar abzusaugen.

Früher war das Speichern von Daten „von außen sichtbar“, da konnten Sie Spulen und Köpfe der Datenträger sehen und die Computer ratterten hörbar, wenn sie speicherten. Heute läuft das alles unsichtbar im Hintergrund.

Wir merken gar nicht, wenn gerade Daten gespeichert oder abgesaugt werden.

Was passiert beim Menschen?

Natürlich tun die Unternehmen eine Menge für die IT-Sicherheit, wie zum Beispiel das Nutzen von Firewalls, Virenscanner, verschlüsselte Datenübertragung und Zugriffsrechte.

Doch das sorgt für ein falsches Sicherheitsgefühl.

Der „digitale Mensch“ geht im Alltag sehr sorglos mit Daten und Interna um:

  • Er nutzt öffentliche Netze, wie der Business-Lounge am Flughafen. Gerade in der Lounge sind besonders attraktive geheime Daten von Unternehmen, die so von einem Gerät zum anderen wandern. Ein Eldorado für Hacker.
  • Soziale Plattformen, wie Facebook, WeChat, WhatsApp gehören zum privaten und zum Businessalltag ganz selbstverständlich dazu. Sogar innerhalb firmeninterner Gruppen wird sich dort fleißig ausgetauscht oder gleich mit Kunden im Detail kommunizieren. Wir sind ja unter uns und nehmen gar nicht mehr wahr, dass jeder Tastatur-Anschlag als unsichtbare Daten bei diesen Anbietern gespeichert wird.
  • Wie praktisch ist das Arbeiten in der Cloud! Und weil es so praktisch ist, von überall auf die Daten zuzugreifen, haben Firmen keine Hemmungen, ihr gesamtes Know-how in die Cloud zu packen.
    Cloudlösungen auf fremden Servern spart natürlich Geld. Nur: Auf dem Weg in die Cloud und zurück gibt es viele unsichtbare Möglichkeiten ihr geistiges Eigentum abzugreifen. Jeder fremde Cloudbetreiber hat andere egoistische Ziele als Sie. Selbst die NSA wurde schon gehackt und die Enthüllungen vom Whistleblower Edward Snwoden, der aufgezeigt hat, was alles von anderen Ländern abgesaugt werden kann. Nicht umsonst greifen Geheimdienste bei wichtigen Dingen wieder zu Stift und Papier.
  • Mittlerweilen sind manche so vertraut mit unsichtbaren Daten, das sie sogar via Handy laut und für alle hörbar über Ideen, Strategien und Kundenprojekte reden. Auf das kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Wir verlieren in der unsichtbaren Welt von Daten das Gespür für Gefahr! Das machen doch alle und das ist schon nicht so gefährlich, wir können uns sowieso nicht dafür schützen. Das ist der Lemminge-Effekt. Es ist blauäuig und saugefährlich! Big Data erfordert Big Security und das hat seinen Preis.

Wenn Ihnen Ihr geistiges Eigentum wirklich wichtig ist, dann machen Sie ein kräftiges Budget frei für kreative IT-Abwehrstrategien. Holen Sie sich da die besten Leute ins Boot, das wird sich langfristig auszahlen.

3. Mai 2017
von Dr. Barbara Niedner
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brand eins „Was können wir von der Natur lernen?“

In der Jubiläumsausgabe von brand eins meine Antwort auf „Was können wir von der Natur lernen?“

Barbara Niedner: „Die Natur floriert, indem sie viele Optionen schafft. Sie sorgt für Artenvielfalt und lässt ständig Neues entstehen.“
Protokoll: Julia Lauter, Seite 99

Jetzt am Kiosk! brand eins ist inspirierend und immer lesenswert!

https://www.brandeins.de/archiv/2017/fortschritt/
brand eins - Barbara Niedner - Was können wir von der Natur lernen

30. Januar 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Handelsblatt Interview „Die Natur plant nicht!“

Die Natur plant nicht!

Was Manager von der Pusteblume lernen können, wann Algorithmen schädlich sind und was gewisse Spitzenpolitiker mit Brüllaffen gemeinsam haben.

Ein Interview über meine Arbeit als Verhaltensbiologin und Führungstrainerin auf der Karriere-Seite im Handelsblatt.

10. Januar 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Der einzig wahre Führungsstil, um wirklich agil zu sein

Welchen Führungsstil brauchen Sie, um agil und anpassungsfähig neue Herausforderungen zu meistern?

Es ändert sich was! Auf allen Unternehmensebenen weht ein neuer Wind, auch wenn er in der Praxis nicht immer schon angekommen ist. Agilität und die vielen neuen Herausforderungen, vor allem durch die digitale Transformation, fordern Sie an allen Ecken und Enden.

Was wirkliche Agilität bedeutet, macht die Natur vor. Für eine ungewisse komplexe Zukunft braucht es Alphas, die mit natürlicher Autorität durch unsicheres Terrain führen.

Das ist ein Problem! Denn in Unternehmen wurde bis dato von Führungskräften gefordert, sich auf festgelegten Pfade, sogenannten Autobahnen, zu bewegen: Es wurden Hierarchien geschaffen, Abläufe definiert, klare Regeln vorgegeben – und darauf gepocht, sie einzuhalten.

Dabei ist bei vielen Führungskräften ihr persönliches Potential für natürliche Autorität und die Neugier auf neue Wege, abseits der Autobahnen, auf der Strecke geblieben.

Es gilt, das eigene Potential dafür auszuloten und damit die Bremsen für Agiles wieder zu lösen. Denn die aktuelle Situation erfordert neue Pfade: Dafür gibt es keine vorgefertigten Routen und die Neuen können sehr unwegsam und holprig sein.

Merkmale eines Führungsstils mit natürlicher Autorität

Um die neue Herausforderungen zu meistern, braucht es einen Führungsstil,

  • der agil neue Pfade puscht, um sich schnell und wandlungsfähig auf neue Marktsituationen einzustellen

und

  • der bewährte Autobahnen bewahrt, die aktuell das Geld im Unternehmen einbringen. Es macht keinen Sinn, dass alle sich im unwegsamen Gelände bewegen, während die Konkurrenz die Autobahnen nutzt.

Kurz: Es braucht überlegte Tatkraft, die auf natürlicher Autorität basiert. Das erfordert Mut, Wille und Phantasie.

Als Führungskraft sind sie gewohnt, Menschen mit Ihrem Führungsstil zu führen. Alphas stehen in der Natur auf dem Prüfstand. Sie werden von der Gruppe beobachtet, was sie wie tun und an ihren Taten und nicht Worten gemessen. Daher drehen Sie den Spieß um:

Als Alpha gilt es, den eigenen Mindset für agiles Handeln zu ändern,
damit andere Ihrem Vorbild folgen und mutig neue Wege erobern.

Führen mit natürlicher Autorität bedeutet für einen Alpha:

Mutig zu sein mit Vorbildcharakter

  • Offen sein, kreatives Ausprobieren, Neues idealerweise als Erste oder Erster auszuprobieren und zu verändern.
  • Sich trauen in traditionellen starren Strukturen neue Vorhaben – auch gegen den Strom – anzugehen und dafür neue Spielregeln aufzustellen. Auch ohne große Umwege Entscheidungen schnell treffen, um damit Freiraum für Neues im zuständigen Verantwortungsbereich zu schaffen.
  • Sich den neuen Herausforderungen zu stellen, statt Anweisungen von oben abzuwarten. Dabei in einem gewissen Rahmen mit kreativen Ungehorsam die Grenzen überschreiten – im Sinne der Sache.
Wer die natürliche Autorität eines Alphas inne hat, probiert aus, legt Hand an und debattiert nicht lange rum, bis sich alle den holprigen Pfad vorstellen können. Wenn es schiefläuft, stellt sich ein Alpha mit natürlicher Autorität seiner Verantwortung und sucht einen neuen gangbaren Pfad.

Halt und Orientierung geben

  • Natürliche Autoritäten sind präsent.
  • Sie beziehen ihr Team ein, identifizieren Mutige in ihrem Umfeld und fördern ihre Experimentierfreudigkeit. Sie leiten die an, die das passende Wissen mitbringen und den Willen haben, aber bisher nicht querdenkend und innovativ damit umgehen können.
  • Sie geben Halt durchs Delegieren: Sie können Verantwortung an kreative agile Teams und fähige Schlüsselpersonen abgeben. Unterstützen sie bei ihrer Arbeit und schaffen dafür einen klaren Rahmen. Jeder kennt die Eigenverantwortung und Handlungsspielräume, in der es Freiheit für Neues gibt.
Gerade auf unsicherem Terrain, das durch ungewisse Marktentwicklungen, Vorgaben und neue Pfade auf das gesamte Unternehmen zukommt, gibt eine Führungskraft mit natürlicher Autorität Halt, weil sie zuversichtlich ist. Sie ist entscheidungsstark, sie weiß und vermittelt, dass sie alles im Griff hat. Weil sie wirklich FÜHRT. Sie geht voran, nützt das Können ihrer Mitarbeiter und kann wendig agieren.

Das Spiel mit Vielen beherrschen:

  • Für andere wertvoll zu sein und Mitspielerinnen und Mitspieler für neue Vorhaben gewinnen.
  • Eine Sogwirkung für Neues und Experimentieren bei anderen auslösen.
  • Regeln, wer mitspielt und Rollen verteilt, so dass jeder seinen Platz findet.
  • Bei Streitigkeiten aktiv werden und vermitteln. Und damit den egoistischen Rambos ganz klar die rote Flagge zeigen und ihnen damit den Wind aus den Segeln nehmen.
Natürliche Autorität basiert auf dem Ego, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Es bedeutet individuelles Handeln und klares Entscheiden. Es bedeutet, sich als Teil des Ganzen zu sehen, aber ganz klar den Ton anzugeben á la Primus inter pares, Erster unter Gleichen – im Sinne der Sache und unter Einbeziehen des Teams.

Haben Sie das Zeug, um mit natürlicher Autorität durch unsicheres Terrain zu führen?

Ein wesentlicher Kern, um agiler mit der natürlichen Autorität zu führen, ist der Mut zum agilen Handeln. Denn darin steckt eine gehörige Portion Eigenverantwortung.

Das ist wahre Führungskraft! Eine, die die MitarbeiterInnen achten, weil es tatsächlich umgesetztes Fördern und Fordern beinhalten – in einem Rahmen, den man selbst vorgibt. Das heißt aber auch: Wenn es schiefläuft, halten Sie den Kopf dafür hin. Mit natürlicher Autorität ist das für Sie selbstverständlich.

Aber es ist nicht so einfach, besonders wenn Sie es bisher anders gewohnt sind.

Mal ganz ehrlich, wie mutig und experimentierfreudig sind Sie, als erster neue Pfade zu gehen? Schaffen Sie es mit Sogwirkung Menschen für Neues zu begeistern? Und sind Sie auch bereit den Kopf dafür hinzuhalten?

In meinem Führungstrainings „Alphas machen sich wertvoll“ und „Mit natürliche Autorität schneller sein“ lernen Sie Schritt für Schritt ihr Führungspotential auszuloten, auszubauen und einen für Sie authentischen Führungsstil für neue agile Herausforderungen zu entwickeln.

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