6. Dezember 2016
von Dr. Barbara Niedner
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„Survival of the fittest“ als Kultur im Unternehmen

Ohne-Plan-agil-sein… wird gerne benutzt, um zu verdeutlichen, dass nur der Stärkste im harten Kampf gewinnt. Nur die harten kommen in den Garten, also nur die abgehärteten und widerstandsfähigen Typen überleben im Unternehmen und werden befördert. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem freien Markt, so nach dem Motto: Da müssen Sie durch.

Moment mal!

„Survival of the fittest“ bedeutet das Überleben der am besten angepassten Individuen an die jeweilige Umwelt. In Kindergarten Studien haben wir im Institut beobachtet, dass in einer Rambo-Kultur wirklich der Stärkste unter Einsatz von körperlicher Gewalt führt. Und alle anderen ducken und folgen. Gibt es aber einen klaren Rahmen, was fair und erlaubt ist, entstehen Spielführer Kulturen, wo Kinder mit natürlicher Autorität die Gruppe anführen und die Rambo´s im Schach halten.

Vorsicht:

Von Natur aus ist der Mensch ein Säugetier und ein soziales Wesen. Unternehmen die sich agil an verändernde Umweltbedingen anpassen wollen, tun gut dran, nicht nur die Ideen der „Stärksten“ zu verfolgen. Je höher der Wettbewerbsdruck ist, desto mehr Vielfalt an Ideen brauchen wir, um auf eine ungewisse Zukunft reagieren zu können. Je mehr Optionen sie haben, desto höher die Chance einen Volltreffer zu erlangen.

Ein Unternehmen mit einer Spielführer-Kultur mit natürlicher Autorität, in der Vielfalt wertgeschätzt wird, erhöht seine Überlebensfähigkeit für eine ungewisse Zukunft deutlich!

Natürliche Autorität – Alpha-Code für mehr Einfluss

4. August 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Trainieren Sie den Blick für Ausreißer

Im Business, unterwegs im Netz oder in der Natur. Im Hamsterrad rasend blenden wir wertvolle Ausreißer aus, die sind für uns in diesem Moment unsichtbar. In einem Experiment sollten Versuchspersonen zählen, wie oft in einem Video der Ball in einer Gruppe geworfen wird.

Probieren Sie es aus und zählen die Bälle!

Haben Sie den Ausreißer gesehen? Die meisten von uns sehen nicht, dass ein sehr auffallend kostümierter Mensch durch das Video läuft. Wir blenden Ausreißer oft aus. Sie sind da und wir sehen sie nicht. Es ist eine trainierbare Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was aus der großen Masse heraussticht. Sobald Sie sich in diesem Video auf die Ausreißer konzentrieren, werden Sie sich wundern, dass Sie sie nicht gesehen haben. Das kann doch nicht sein!

Entdecken Sie Besonderes. Nehmen Sie Details wahr. Achten Sie auf die leiseren Töne. Denken Sie dran: Unser Hirn ist ein Gewohnheitstier. Nur wenn Sie es mit Vielfalt füttern, kann es Sie auf ganz neue Ideen bringen!

3. August 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Auch wenn es um Leben und Tod geht: Es menschelt!

Überall passieren Fehler oder es gibt Entwicklungen, die dazu führen, dass die Dinge schief laufen. Allem voran der „Faktor Mensch“. Besonders gravierend ist das in den Branchen, wo es um Leben oder Tod geht.

Auch in diesen Fällen ist wichtig, realistisch zu sein: Bekannte Risiken lassen sich durchaus bis zu einem gewissen Grad reduzieren. Checklisten sind durchaus hilfreich, um das Sich-Wiederholen von Fehlern zu vermeiden.

Speziell in Ausnahmesituationen, in denen Menschen noch keine eigene Erfahrung haben, in denen die Emotionen hochschlagen oder Chaos ausbricht, lässt sich durch Planung zumindest theoretisch das richtige Verhalten festlegen.

„Allerdings lässt sich das Menscheln nie komplett ausschalten.“

Unser Gehirn ist beim systematischen Abarbeiten von Punkten übrigens oft fehlerhaft, wir übersehen gerne was. Kritisch ist es auch Checklisten einfach nur auswendig abzuhacken ohne wirklich die einzelnen Punkte zu checken. Das führt Checklisten ad absurdum. Interessant dazu ist der Podcast „Fehlerkultur in Luftfahrt und Medizin“.

20. Juni 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Tag der Deutschen Industrie 2017

Zwei spannende Tage beim Tag der Deutschen Industrie im Konzerthaus in Berlin erlebt. Gute Gespräche, Panels und Frau Merkel hat beeindruckt.

#TDI17 #BDI #Deloitte #Handelsblatt und Leader.In Event

#TDI17 BDI Tag der Deutschen Industrie

 

2. Juni 2017
von Dr. Barbara Niedner
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Unsichtbare Gefahren werden unterschätzt: Absaugen von geistigen Eigentum im Unternehmen

Alphas im Unternehmen habe große Angst vor Diebstahl: Kundendaten, Know-how zu Produkten oder besonderen Verfahren oder geistiges Eigentum.

Eins ist klar: Je mehr digitalisiert wird, desto leichter wird es sein, diese Daten unsichtbar abzusaugen.

Früher war das Speichern von Daten „von außen sichtbar“, da konnten Sie Spulen und Köpfe der Datenträger sehen und die Computer ratterten hörbar, wenn sie speicherten. Heute läuft das alles unsichtbar im Hintergrund.

Wir merken gar nicht, wenn gerade Daten gespeichert oder abgesaugt werden.

Was passiert beim Menschen?

Natürlich tun die Unternehmen eine Menge für die IT-Sicherheit, wie zum Beispiel das Nutzen von Firewalls, Virenscanner, verschlüsselte Datenübertragung und Zugriffsrechte.

Doch das sorgt für ein falsches Sicherheitsgefühl.

Der „digitale Mensch“ geht im Alltag sehr sorglos mit Daten und Interna um:

  • Er nutzt öffentliche Netze, wie der Business-Lounge am Flughafen. Gerade in der Lounge sind besonders attraktive geheime Daten von Unternehmen, die so von einem Gerät zum anderen wandern. Ein Eldorado für Hacker.
  • Soziale Plattformen, wie Facebook, WeChat, WhatsApp gehören zum privaten und zum Businessalltag ganz selbstverständlich dazu. Sogar innerhalb firmeninterner Gruppen wird sich dort fleißig ausgetauscht oder gleich mit Kunden im Detail kommunizieren. Wir sind ja unter uns und nehmen gar nicht mehr wahr, dass jeder Tastatur-Anschlag als unsichtbare Daten bei diesen Anbietern gespeichert wird.
  • Wie praktisch ist das Arbeiten in der Cloud! Und weil es so praktisch ist, von überall auf die Daten zuzugreifen, haben Firmen keine Hemmungen, ihr gesamtes Know-how in die Cloud zu packen.
    Cloudlösungen auf fremden Servern spart natürlich Geld. Nur: Auf dem Weg in die Cloud und zurück gibt es viele unsichtbare Möglichkeiten ihr geistiges Eigentum abzugreifen. Jeder fremde Cloudbetreiber hat andere egoistische Ziele als Sie. Selbst die NSA wurde schon gehackt und die Enthüllungen vom Whistleblower Edward Snwoden, der aufgezeigt hat, was alles von anderen Ländern abgesaugt werden kann. Nicht umsonst greifen Geheimdienste bei wichtigen Dingen wieder zu Stift und Papier.
  • Mittlerweilen sind manche so vertraut mit unsichtbaren Daten, das sie sogar via Handy laut und für alle hörbar über Ideen, Strategien und Kundenprojekte reden. Auf das kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Wir verlieren in der unsichtbaren Welt von Daten das Gespür für Gefahr! Das machen doch alle und das ist schon nicht so gefährlich, wir können uns sowieso nicht dafür schützen. Das ist der Lemminge-Effekt. Es ist blauäuig und saugefährlich! Big Data erfordert Big Security und das hat seinen Preis.

Wenn Ihnen Ihr geistiges Eigentum wirklich wichtig ist, dann machen Sie ein kräftiges Budget frei für kreative IT-Abwehrstrategien. Holen Sie sich da die besten Leute ins Boot, das wird sich langfristig auszahlen.

3. Mai 2017
von Dr. Barbara Niedner
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brand eins „Was können wir von der Natur lernen?“

In der Jubiläumsausgabe von brand eins meine Antwort auf „Was können wir von der Natur lernen?“

Barbara Niedner: „Die Natur floriert, indem sie viele Optionen schafft. Sie sorgt für Artenvielfalt und lässt ständig Neues entstehen.“
Protokoll: Julia Lauter, Seite 99

Mein Statement jetzt Online: Was können wir von der Natur lernen?

Hier geht es zur Print Jubiläumsausgabe Fortschritt – brand eins ist inspirierend und immer lesenswert!

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brand eins - Barbara Niedner - Was können wir von der Natur lernen

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