Dr. Barbara Niedner

Verhaltensbiologie & Führung

1. Oktober 2018
von Dr. Barbara Niedner

Vielfalt beginnt im eigenen Garten

Ein bisserl “schlampig sein” ist im Unternehmen, wie im eigenen Garten angesagt. Die NABU, der Naturschutzbund Deutschland e.V. rät zur Schlampigkeit in der Gartenarbeit. „Weniger aufräumen hilft Igeln, Siebenschläfern, Fledermäusen, Vögeln und Insekten gut über den Winter zu kommen“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb.

Mähen Sie nicht jede Ecke im Unternehmen perfekt!

“Wie auf der Wiese: Mähen Sie nicht jede Ecke im Unternehmen perfekt. Lassen Sie Wildkräutern eine Chance!

Genauigkeit von Plänen, Prozessen und Abläufen etwas reduzieren: Eichhörnchen können sich im Winter meistens an ihre Vorratsverstecke erinnern, aber ein paar finden sie nicht wieder ‒ dort beginnen dann die eingegrabenen Samen im Frühjahr zu keimen und zu neuen wunderbaren Bäumen heranzuwachsen. So entsteht Neues durch zufälliges Vergessen.

Im Vertrieb sprechen Sie viele Kunden an, verstreuen Samenkörner und wissen nie genau, welche davon später zu Bäumchen, also zu verkauften Produkten gedeihen.

Anders herum entdecken Sie auf einmal Möglichkeiten außerhalb eines Projekts, die zu Innovationen führen können. Nutzen Sie die Chance, auch mal rechts und links vom Plan zu schauen.”

Auszug aus meinem Buch Agil ohne Planung – Wie Unternehmen von der Natur lernen können:

Hier finden Sie Tipps zu einem naturnaher Garten:

Gartenarbeit: „Schlampigkeit“ angesagt

 

 

24. September 2018
von Dr. Barbara Niedner

Waghalsige Entscheidungen wegen Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung in der Nacht macht Fische am Tage in kritischer Weise risikobereit¹, vielleicht auch uns …

Waghalsig oder mutig?
Lichtverschmutzung …

  • stört Ihren Schlaf,
  • verändert Ihre Risikobereitschaft und
  • beeinflusst damit Entscheidungen, die Sie im Unternehmen treffen.

Tipp für gute Entscheidungen:

Schlafen Sie im Dunkeln,
damit Sie mutige statt waghalsige Entscheidungen treffen!

Foto Japanmakake, Affenberg in Kärnten
© Verhaltensbiologie.de

Nächtliche Lichtquellen beeinträchtigen in unserem Körper die natürliche Produktion des Schlafhormons Melatonin. Also Fenster abdunkeln und auch kleine Lichquellen ausschalten.

Passend dazu:

¹ Lichtverschmutzung macht Fische waghalsig vom Max-Planck Institut für Bildungsforschung in Berlin.

31. August 2018
von Dr. Barbara Niedner

Alphaweibchen: „Ich mag Macht”

Simone Menne im Handelsblatt Interview:
„Ich mag Macht – ohne ist man ohnmächtig“

So ein klares Statement höre ich von Frauen selten. In der Natur gibt es Alphaweibchen und Alphamännchen die großen Einfluss und eben auch Macht in der Gruppe inne haben. Bei uns ist das was für Männer und für Frauen eher verpönt. Viele Frauen reden ungerne über ihren Einfluss und Macht im Unternehmen. Und genau das muss sich ändern, damit Vielfalt in der Verteilung der Macht und Einfluss entsteht.

Als Verhaltensbiologin nutze ich den Begriff »Alphas« für Führungskräfte ‒ also Leute, die in Wirtschaft und Politik das Sagen, also Macht haben.

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3. August 2018
von Dr. Barbara Niedner

Agil Entscheiden: Was Sie von der Natur lernen können

Agil EntscheidenDas agilste Unternehmen der Welt ist die Natur, und das seit Millionen von Jahren. Für die Natur gehört Komplexität zum Tagesgeschäft. Sie lässt ständig Neues entstehen, probiert aus, „macht einfach“, ganz ohne Planung und Analyse. In disruptiven Zeiten explodiert die Artenvielfalt. Weil sie auf Vielfalt gepolt ist, kann die Natur auf Neues sofort flexibel und adäquat reagieren – komme, was wolle!

Führungskräfte sichern ab und setzen auf Pläne, bei denen sie alle Fäden in der Hand halten. Verständlich, aber das schafft zu wenig Vielfalt, um die digitale Transformation zu gestalten.

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3. Mai 2018
von Dr. Barbara Niedner

Keynote Ehrenamtsymposium: Umgang mit Unsicherheit

Ungewissen mit Lust begegnen

Erkenntnisse aus der Verhaltensbiologie

“Als Keynote-Speakerin erklärte Verhaltensbiologin Dr. Barbara Niedner den Gästen, dass der Mensch grundsätzlich Angst vor allem hat, was ungewiss, unbekannt, fremd oder verändernd ist. „Angst und Furcht sind tief in unseren Genen verankert. Gefahren zu meiden, ist lebenserhaltend und damit in unserem verhaltensbiologischen Repertoire stark verwurzelt“. Jedoch können wir lernen, mit Ungewissen richtig umzugehen, indem wir der Angst ins Auge sehen, Ungewisses als Chance sehen und neugierig bleiben. Um uns sicherer zu fühlen, sollten wir das Handeln mit einer gewissen Ahnungslosigkeit üben, schrittweise Fähigkeiten für das Ungewisse aufbauen und es mit guter Laune erobern.”

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